Trauern bedeutet Abschied von einem Menschen, der unter uns gelebt und gewohnt hat. Die Feier dieses Abschiedes zeigt unsere Liebe und ehrt die Würde des menschlichen Leibes in der Feier der Bestattung. Wir wissen, dass unser irdischer Leib zur Erde zurückkehrt. Trotzdem betten wir die Verstorbenen in einen Schrein aus Holz und übergeben sie so dem Grab. Das zeigt unser Bedürfnis an, dass wir auch das Vergängliche noch schützen, ihm auf der letzten Reise ein „Dach über dem Kopf“ geben.

Eine Wohnstatt der Vergänglichkeit

Die Ägypter nennen Ihre Gräber „Häuser der Ewigkeit“ und bestatteten ihre Toten so, dass der Leib nicht verfallen sollte. Der Sarg nun nimmt diesen Gedanken im Bild des Hauses auf. Er ist aber gerade kein Haus der Ewigkeit, sondern eine Wohnstatt der Vergänglichkeit. Das erinnert das christliche Abendland daran, dass die Verheißung „im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen“ (Johannesevangelium 14,2) nicht für den Körper eines Verstorbenen ausgesprochen ist, sondern für das, was wirklich vom Menschen bleiben wird: Sein endgültiges Eingebettetsein in Gottes Liebe.

Der Sarg „Haus der Vergänglichkeit“ konzipierte Pater Abraham aus der Abtei Königsmünster in Meschede in Zusammenarbeit mit dem Bestattungshaus Makiol in Hamm. Gefertigt wurde der Sarg durch eine Sargtischlerei in Meschede aus heimischen Eichenholz.


Die Ausstellungstafeln zu den verschiedenen Bestattungsriten aus aller Welt, sowie den Grabbeigaben, dem „Haus der Vergänglichkeit“ und allgemeine Informationen kann man sich hier ansehen: